Industrie in der Rezession – Wachstumskräfte schwinden. Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2019

Weyerstrass, Klaus ORCID: https://orcid.org/0000-0002-5659-8991; Fortin, Ines ORCID: https://orcid.org/0000-0003-4517-455X; Grozea-Helmenstein, Daniela and Koch, Sebastian P. ORCID: https://orcid.org/0000-0002-3946-7551 (2019) Industrie in der Rezession – Wachstumskräfte schwinden. Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2019. [Research Report] 88 p.

[img]
Preview
Text
GDH2019_Langfassung_final.pdf - Published Version
Available under License Creative Commons Attribution.

Download (1MB) | Preview

Abstract or Table of Contents

Die Konjunktur in Deutschland hat sich im laufenden Jahr weiter abgekühlt. In beiden Quartalen des Sommerhalbjahrs dürfte die Wirtschaftsleistung geschrumpft sein. Seit Einsetzen des Abschwungs zur Jahreswende 2017/2018 ist nunmehr ein Großteil der zuvor recht deutlichen Überauslastung der Produktionskapazitäten abgebaut. Die Gründe für die konjunkturelle Abkühlung sind in erster Linie in der Industrie zu suchen. Dort ist die Produktion seit Mitte letzten Jahres rückläufig, da sich die Nachfrage insbesondere nach Investitionsgütern in wichtigen Absatzmärkten abgeschwächt hat. Allmählich strahlt die Industrierezession auch auf die unternehmensnahen Dienstleister aus. Eine Konjunkturkrise mit einer ausgeprägten Unterauslastung der deutschen Wirtschaft ist indes trotz rückläufiger Wirtschaftsleistung im Sommerhalbjahr 2019 nicht zu erwarten, wenngleich die konjunkturellen Abwärtsrisiken derzeit hoch sind. Vor allem die Handelskonflikte und der drohende harte Brexit könnten zu einer schwächeren konjunkturellen Entwicklung führen. Die Institute sehen angesichts der konjunkturellen Lage keinen Bedarf für kurzfristig angelegte Interventionen der Wirtschaftspolitik. Die im Abgaben- und Transfersystem verankerten automatischen Stabilisatoren sind nach Einschätzung der Institute weiterhin ausreichend, um die konjunkturellen Ausschläge zu dämpfen. Ein Festhalten an der „schwarzen Null“ wäre hingegen schädlich. Nicht zu rechtfertigen sind jedoch kurzfristig angelegte Maßnahmen wie „Abwrackprämien“, die eine vorzeitige Verschrottung langlebiger Konsumgüter durch staatliche Subventionen anreizen.

Item Type: Research Report
Additional Information (public): Unmittelbar an dieser Gemeinschaftsdiagnose mitgewirkt haben: Dr. Martin Ademmer (IfW), Dr. Guido Baldi (DIW), Karl Brenke (DIW), Dr. György Barabas (RWI), Dr. Boris Blagov (RWI), Prof. Dr. Jens Boysen-Hogrefe (IfW), Dr. Hans-Ulrich Brautzsch (IWH), João Carlos Claudio (IWH), Dr. Marius Clemens (DIW), Dr. Andreas Cors (IWH), Geraldine Dany-Knedlik (DIW), Dr. Andrej Drygalla (IWH), Florian Eckert (KOF), Salomon Fiedler (IfW), Dr. Ines Fortin (IHS), Angela Fuest (RWI), Verena Fuhr (DIW), Stefan Gebauer (DIW), Thore Schlaak (DIW), Dr. Klaus-Jürgen Gern (IfW), Marcell Göttert (ifo), Dr. Christian Grimme (ifo), Dr. Dominik Groll (IfW), Dr. Max Hanisch (DIW), Philipp Hauber (IfW), Dr. Katja Heinisch (IWH), Philipp Jäger (RWI), Dr. Nils Jannsen (IfW), Dr. Robin Jessen (RWI), Dr. Simon Junker (DIW), Martina Kämpfe (IWH), Dr. Konstantin A. Kholodilin (DIW), Prof. Dr. Tobias Knedlik (IWH), Carla Krolage (ifo), Dr. Robert Lehmann (ifo), Dr. Axel Lindner (IWH), Dr. Sebastian Link (ifo), Dr. Martin Micheli (RWI), Dr. Heiner Mikosch (KOF), Saskia Mösle (IfW), Dr. Wolfgang Nierhaus (ifo), Galina Potjagailo (IfW), Ann-Christin Rathje (ifo), Magnus Reif (ifo), Dr. Malte Rieth (DIW), Svetlana Rujin (RWI), Dr. Paulina Sandqvist (ifo), Radek Šauer, Ph.D. (ifo), Birgit Schultz (IWH), Ruben Staffa (IWH), Dr. Ulrich Stolzenburg (IfW), PD Dr. Klaus Weyerstraß (IHS), Matthias Wieschemeyer (IWH), Dr. Klaus Wohlrabe (ifo), Prof. Dr. Mike Wolters, Dr. Götz Zeddies (IWH).
Funders: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Deutschland
Research Units: Macroeconomics and Economic Policy
Status: Published
Related URLs:
Date Deposited: 09 Oct 2019 11:52
Last Modified: 09 Oct 2019 11:52
URI: https://irihs.ihs.ac.at/id/eprint/5178

Actions (login required)

View Item View Item